Wissenswertes 14. August 2025 3 Min. Lesezeit

Trockeneis-Rechner für Strahlvorhaben: So planst du deinen Eisbedarf zuverlässig

Beim Trockeneisstrahlen ist die Mengenplanung der Punkt, an dem sich Einsätze entscheiden: Zu wenig Eis, und der Job bleibt liegen. Zu viel, und ein Teil davon sublimiert ungenutzt weg. Mit dem Online-Rechner auf henne-trockeneis.de schätzt du den Bedarf für einen Strahleinsatz in wenigen Sekunden ab.

Wozu ein Trockeneis-Rechner?

  • Vermeidet Unter- und Überbestellung
  • Erleichtert die Tages- und Projektplanung
  • Spart Kosten durch bedarfsgerechte Lieferung
  • Rechnet Strahldauer, Prozessintensität, An- und Abfahrten sowie Sublimationsverluste mit ein

So funktioniert die Berechnung

Der Rechner nutzt Praxiswerte für den Eisverbrauch pro Minute und kombiniert sie mit deinen Einsatzparametern.

  • Aufgabe wählen: von leichter Reinigung bis intensiver Entlackung
  • Prozessfaktor einstellen: Düse, Druck und Partikelgröße, fein bis aggressiv
  • Strahldauer angeben: Netto-Einsatzzeit in Minuten
  • Sicherheitszuschlag wählen: für An- und Abfahrten, Optimierung und Verluste
  • Optional: feste Verbrauchsrate in kg/min aus eigener Messung eintragen

Dahinter stecken zwei Formeln:

  • Effektive Rate: R_eff = Basisrate × Prozessfaktor (oder deine eigene feste Rate)
  • Gesamtbedarf: Bedarf_total = R_eff × Strahldauer × (1 + Sicherheitszuschlag)

Beispiel: Allgemeine Reinigung, 90 Minuten, Standardprozess, 15 % Zuschlag ergibt rund 62 kg Trockeneis.

Richtwerte für den Verbrauch

  • Leichte bis mittlere Reinigung: ca. 0,3–1,0 kg/min
  • Intensives Strahlen, Entlackung, Entgraten: ca. 1,0–3,0 kg/min
  • Typische mobile Anlagen im Allroundbetrieb: oft 0,5–1,5 kg/min
  • Hoher Abtrag und harte Beschichtungen: 2–3 kg/min oder mehr

Die konkreten Werte hängen von Anlage, Düse, Druck, Medienaufbereitung und Oberflächenzustand ab. Der Rechner liefert Richtwerte, genauer ist immer die selbst gemessene Rate.

Praxistipps für genaue Ergebnisse

  • Eigene Rate ermitteln: 5 bis 10 Minuten strahlen, Eis wiegen, den kg/min-Wert im Feld „feste Rate“ eintragen.
  • Nettozeit planen: Rüstzeiten, Pausen und Düsentausch zählen nicht als Strahlzeit.
  • Sicherheitszuschlag wählen: bei direkter Lieferung und gut isoliertem Behälter 10–15 %, bei Zwischenlagerung oder warmer Umgebung 15–25 %.
  • Sublimation einrechnen: je nach Behälter und Umgebung etwa 3–10 % pro Tag.
  • Bandbreite beachten: Der Rechner zeigt neben dem Punktwert auch eine Ober- und Untergrenze.

Für wen sich der Rechner eignet

  • Industriedienstleister, die mehrere Projekte pro Woche kalkulieren
  • Instandhaltung und Facility Management mit wiederkehrenden Reinigungen
  • Werkstätten und Lackierbetriebe bei Entlackung und Vorbereitung
  • Kommunale Betriebe und Bauhöfe
  • Anwender mit Miet- oder Leihanlagen, die Beschaffung und Transport planen

Häufige Anwendungsfälle

  • Öl- und Fettrückstände auf Maschinen
  • Entlackung von Metall- und Kunststoffteilen
  • Schimmel- und Brandschadensanierung
  • Trennmittel in der Kunststoff- und Gummiverarbeitung
  • Elektrische Schaltschränke, trocken und rückstandsfrei

Von der Planung zum Einsatz

  • Tagesbedarf im Voraus berechnen und rechtzeitig ordern
  • Transport und Lagerung an der Umgebungstemperatur ausrichten
  • Bei mehrtägigen Einsätzen die Tagesverluste mitplanen
  • Bei Sonderaufgaben wie dicken, elastischen Beschichtungen einen Testabschnitt fahren und die feste Rate danach anpassen

Menge für deinen Einsatz berechnen

Sven Henne mit Tablet

Der Rechner ist frei nutzbar, du brauchst nur die geplante Strahldauer und eine Vorstellung von der Aufgabe. Wenn du unsicher bist, welcher Prozessfaktor zu deinem Vorhaben passt, frag mich einfach, dann gehen wir die Zahlen gemeinsam durch.

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