Antifouling entfernen mit Trockeneis: das Video


In gut anderthalb Minuten siehst du, warum altes Antifouling irgendwann herunter muss, was beim Schleifen und Abbeizen stört und wie Trockeneis die Farblagen vom Rumpf löst: Kälte, Aufprall und Sublimation, ohne Wasser und ohne Materialabtrag am GFK.

Der Videotext zum Mitlesen

Unter jedem Boot sitzt ein Anstrich, der Algen, Muscheln und Seepocken fernhält: das Antifouling.

Doch es altert. Mit jeder Saison lässt die Wirkung nach, Schicht legt sich auf Schicht. Meist alle 3 bis 5 Jahre muss alles runter.

Alte Lagen lassen den neuen Anstrich schlechter haften, bremsen das Boot und verstecken Schäden im GFK.

Schleifen erzeugt Staub mit Schwermetallen aus alten Bioziden. Chemisches Abbeizen belastet den Werftboden.

Beim Trockeneisstrahlen treffen Pellets aus Kohlendioxid mit Druckluft auf den Rumpf. Bei −78,5 Grad wird der alte Anstrich spröde.

Der Aufprall und das schlagartig verdampfende Eis lösen ihn ab. Auch mehrere Lagen kommen meist in einem Arbeitsgang herunter.

Das GFK bleibt dabei unberührt, denn Trockeneis trägt kein Material ab. Das Eis wird zu Gas, übrig bleibt nur die abgelöste Farbe zum Zusammenkehren.

Jetzt sieht man auch Osmoseschäden, die vorher unter der Farbe versteckt waren, und kann sie behandeln, bevor neu beschichtet wird.

Und weil kein Wasser im Spiel ist, ist der Rumpf sofort trocken und bereit für den neuen Anstrich.

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